Voltigieren…

 

...der tollste Sport der Welt ist ohne unseren Partner Pferd  nicht möglich!

 

 

Zuerst dachten wir Voltigierer Folgendes zum diesjährigen Thema „Förderpreis des Voltigierzirkels“:

 

Hm, …wir machen ja gar nichts Besonderes für unser Pferd..“, 

 

„..wir haben kein Solarium mangels Strom am Stall..“, 

 

„….wir haben keinen Pferdeswimmingpool…..“

 

„…wir haben keine große Reithalle..“, „…kein chickes Laufband…“ .

 

„was sollen wir denn von uns berichten? ?“ so waren unsere Worte…

 

 

 

Eine Einstellerin und eine neue Voltigiermama wiesen dann aber darauf hin, dass wir ja sehr wohl besonders wären, da es unseren Voltigierpferden extrem gut ginge und wie auffällig das doch sei… 

 

Daraufhin haben wir uns mal gemeinsam überlegt und aufgezählt, was wir als Gruppe und als Voltigierabteilung so für unsere 3 Voltigierpferde tun. Und dann wurden wir irgendwie gar nicht mehr fertig mit dem Aufzählen. Wir fassen es dann doch noch mal zusammen und erstellen hieraus unsere Bewerbung für den Förderpreis Breitensport 2016:

 

 

Unsere 3 Voltigierpferde haben es bei uns am Besten weil:

 

Wir die Möglichkeit haben, unseren Pferden ein artgerechtes Leben im Offenstall mit Paddock, mit Zugang auf großen Weiden und Wald zu bieten!

 

Das heißt dass:

 

  • wir Voltigierer den Stall ausmisten und den Paddock sowie im Sommer die komplette Weide abäppeln, egal wie heiß es ist 
  • wir täglich gaaanz viele Heunetze stopfen, damit unsere 3 Pferde immer Heu zur Verfügung haben. (Diese werden dann im Stall und Paddock verteilt aufgehängt)
  • wir sämtliche Heusäcke mühsam wässern, da unser Volti-Pferd Diamond Allergiker ist

 

  • wir Zeit aufwenden für seine Inhalierzeiten (das kostet sooo viel Zeit..)
  • wir manchmal länger abäppeln (wenn wir trööööödeln) als voltigieren
  • wir täglich Wasser schleppen (es gibt kein fließendes Wasser)

 

  • wir Hafer quetschen mit dem Haferboy, helfen Heu runterwerfen und uns an jeglicher Stallarbeit beteiligen

 

  • wir kümmern uns um die Pflege und Bewegung, wenn unsere Trainerin im Urlaub ist

 

 

Unsere 3 Voltigierpferde haben das beste Voltigier-Training und sind bis ins hohe Alter gesund weil:

 

Wir auf ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm der Pferde achten – auch außerhalb des Voltigiertrainings!

 

Das heißt:

 

  • Wir Voltigierer führen unser Pferd vorher 15 min. im Wald spazieren oder nehmen es mit zum joggen (NW-Gruppe) – immer nur Platz oder Halle ist doch langweilig für unsere Vierbeiner oder?

 

  • Wir satteln manchmal unser Pferd vor dem Training, damit die Trainerin im Wald Gymnastik-Sprünge absolvieren kann – egal bei welchem Wetter (oder auch mal Dressurlektionen)

 

  • Wir können auch im Trab und auf beiden Händen voltigieren!
  • Wir haben einige Voltigierer, die auch unsere Pferde reiten (oftmals auch ehemalige Voltis..)
  • Wir kennen alle Abstände bei verschiedenen Gangarten des

 

Cavalettitrainings, da jede Stunde damit gearbeitet wird (jaaa, 0,80m,

 

1,20m, 3,00m, können wir im Schlaaaaf…)

 

  • Wir nehmen regelmäßig unser ältestes Voltigierpferd als Handpferd mit zum Reiten oder spazierengehen (Andalou ist 24 Jahre und fit wie ein Turnschuh!)  

 

  • Wir lassen unser Pferd beim Tanz- und Bocktraining manchmal frei in der Halle laufen - (sie wollen auch Spaß haben, tanzen  und sich wälzen)
  • Wir bauen Pylone, Matten, Tischdecken, Planen immer wieder in der Halle auf, damit die Pferde sich an Gruseliges gewöhnen (BUH!! Immer wieder gruselig..!!!)

 

  • Wir wissen, dass unsere Pferde vertrauensvoll und locker auch nur mit

 

Halsring geritten werden können

 

  • Wir voltigieren überwiegend draußen auf dem Platz

 

  • Wir kennen alle Trigger- und Akupressur-Punkte unserer Pferde und können diese nach dem Training verwöhnen (wir sind beim Besuch vom Osteopath oder Pferdephysio gerne anwesend)

 

  • Wir sind mitverantwortlich für regelmäßige Aufgaben wie Impftermine

 

(für was gibt es den Kalender im Handy) und erinnern dann daran (die Älteren der Voltigier)

 

  • Wir besuchen unser Pferd gemeinsam in der Klinik und gehen dort mit ihm spazieren (das kam leider 2015 und 2016 vor – Kolik L)

 

  • Wir trainieren unglaublich viel auf dem Bock (das schont unser Pferd)

 

  • Wir trainieren im Winter alle zusätzlich in der Turnhalle, (um weicher auf unseren Pferden zu turnen)

 

 

Unsere 3 Voltigierpferde galoppieren zuverlässig auf Turnieren weil:

 

Wir auf unsere Pferde eingehen!

Das heißt für uns Voltigierer:

  • Wir begleiten regelmäßig die Longierlehrgänge unserer Pferde

 

  • Wir dürfen auch als junge Co-Trainer lernen und werden auf die Longiertechnik und Abzeichen durch unsere Trainerin vorbereitet

 

(die Jüngste mit IV-er Longier-Abzeichen ist Ana, 12 Jahre jung)

 

  • Wir begleiten unsere Pferde zu Gelassenheits-Lehrgängen und setzen das Gelernte im Training um (Rappelsack, Fahnen, Matten) 

 

  • Wir schaffen es, mit z.B. nur zwölf anwesenden kleinen Voltis ein akustisches Meisterschaftsfeeling herzustellen, als wären 1000 wilde Zuschauer am Reitplatz: KIatschend, pfeifend, schreiend, jubelnd, gröhlend, fahneschwenkend und kreischend am Zirkelrand mit lauter Musik, Richtertisch und Tischdecke - SO gewöhnen wir die Pferde zuhause schon an Turnierstress J (hierbei schütteln alle

 

Unbeteiligten nur verständnislos den Kopf über uns Voltigierer, egal ob Mensch, Pferd Hund..…)

  • Wir nehmen ein erfahrenes Voltigierpferd als seelischen Begleiter für den Pferde-Neuling mit zum Turnier (auch wenn manche Richter das nicht immer mögen..)

 

  •  Wir zeigen beim Turnier dem Pferd IMMER die gesamte

 

Turnieranlage und gehen zu Beginn in der Fremde mit ihm spazieren

 

(ein langjähriges Ritual bei den Oestrich-Winkelern….)

 

  • Wir schrubben und pflegen anschließend den Pferdeanhänger

 

  • Wir starten erst auf dem Turnier, wenn wir uns sicher sind, unser Pferd schafft das locker.

 

 

Unsere 3 Voltigierpferde sind die glücklichsten Pferde im Stall weil:

Die Gesundheit unserer 3 Pferde immer

im Vordergrund steht!

 

Das heißt für uns Voltigierer:

 

  • Wir haben für jedes Pferd einen eigenen Trainingsplan und werden hier mit eingebunden (Cavalettitraining mit dem Pferd und Voltis, Voltigierspiele, spazierengehen vorher und nachher)
  •  Wir bringen zu jedem Training ein gesundes Leckerli mit

 

  •   Wir grasen im Frühjahr unsere Pferde am Strick an und steigern im Minutentakt die Grasphasen

 

  •  Wir haben KEINEN Reitschulunterricht – jedes Pferd hat eine feste Reitbeteiligung. Stress/Überlastung durch Reitschulstunden kennen unsere Pferde nicht

 

  • Wir sammeln Geld ein wenn ein teures Medikament gekauft werden muss (Unser Pferd Griton benötigte im Jahr 2015 das teure MagenMittel Gastroguard).
  • Wir helfen beim jährlichen Anstreichen, damit unsere Stallwände strahlend weiß bleiben (und wir dann drin übernachten können..)

 

  • Wir gehen jedes Jahr zur Jugendsammelwoche, damit der Vorstand weiterhin finanziell alles tun kann um für die Gesundheit der Pferde zu sorgen ( hochwertige Zusatzfuttermittel sind teuer!!!)

 

  • Wir besuchen Flohmärkte und verkaufen Sachen von zuhause, wenn ein Klinikaufenthalt die Kasse des Vereines strapaziert 

 

  • Wir backen Kuchen mit den Eltern, das Geld kommt der Pferdekasse zugute, damit der Osteopath regelmäßig kommen kann (Griton klagt trotz allem manchmal über Rückenschmerzen, er ist halt 1,80 m groß…)

 

  • Wir haben geholfen, Gummimatten und Paddockplatten im Stallbereich zu verlegen, hierzu gehört auch Sand schaufeln, Sand schaufeln, Sand schaufeln.

 

  • Wir ziehen nach JEDER Stunde den Zirkel mit dem Rechen glatt, damit keine blöden Löcher entstehen (auf ebenem Späne-Sand-Gemisch voltigiert es sich besser)
  • Wir nerven unsere Eltern und sind froh, dass ein Voltigierpapa die

 

Schmiedtermine übernimmt (Hufe aufhalten ist zu schwer für uns)

 

  • Wir nerven unsere Mamis und sind glücklich, einen Voltigiervorstand  mit Müttern zu haben sowie eine Jugendwartin, die aktiv bei uns voltigiert und trainiert.

 

 

Mit WIR meinen wir in erster Linie uns:

 

Die A-Gruppe und die M*Gruppe des RVV Oestrich-Winkel Rheingau e.V. 

 

Wir, dazu gehören aber auch die besonders engagierten Voltigierer, oder mal alle zusammen oder nach Gruppen getrennt, oder wir alle gemeinsam mit unseren 4 Trainern (Ines, Aneta, Victoria, Marlena) die sich hauptverantwortlich um unsere 3 Voltigierpferde kümmern, Co-Trainer (Ana, Flo und Lily), sowie unsere Unterstützer (Eltern, Reiter) und unser toller Vorstand des RVV Oestrich-Winkel Rheingau e.V. 

 

 

 

Freitags haben wir noch zwei Schrittgruppen mit Diamond und unserem 25jährigen Andalou.

 

Und dann gibt es noch unser M*-Team, die trainieren zweimal wöchentlich auf dem 16-jährigen Vereinspferd, auch ein Schimmel, Griton.

 

 

 

Zwei unserer Voltigierpferde sind im Privatbesitz unserer Trainerin Ines Nies, was natürlich alles vereinfacht. Sie koordiniert und organisiert das

 

Wohlergehen    der    Pferde    auf    dem    Waldhof,    sie    steuert    das Trainingsprogramm, die Haltung, die Organisation und die Fütterung der drei Voltigierpferde. Ohne sie ging es nicht. Aber sie bindet uns – also alle Voltigierer und Trainer sowie Co-Trainer kräftig mit ein. Ohne uns ginge es nämlich auch nicht.