Ein Camp-Bericht von Vicky

Voltigier-Camp auf dem Waldhof in Oestrich- Winkel

 

Von Donnerstag den 8. August bis Sonntag den 11. August fand für die zwei Leistungsgruppen des Reit-und Voltigiervereins Oestrich- Winkel und ihrem Besuch aus Sailauf ein anstrengendes Camp auf dem Waldhof der Familie Nies statt.

Als Referent hatten die Organisatoren den Kölner Bamdad Memarian engagiert. Er selbst war früher ein international erfolgreicher Voltigierer im Gruppen- und Doppelwettbewerb.

 

Donnerstags absolvierten die drei Gruppen und Aleksandra, eine extra aus Polen angereiste Einzelvoltigiererin, bereits die ersten Trainingseinheiten. Neben vielen Kennenlernspielen, einer Teambildenden Einheit und ein umfangreiches Warm-Up, ging es dann für alle Voltis aufs Pferd. An diesem Tag wurden allerdings die Trainer der Gruppe getauscht.

Freitagmorgen kam dann auch schon Bamdad, der die Mädels allein schon mit seiner Anwesenheit motivierte. Als dann das Training begann, zeigte die Rheingauer L-Gruppe, die bei gutem Wetter unter freiem Himmel und bei Regen in der Voltigierhalle trainiert, ihre Kür auf dem Pferderücken. Bamdad bastelte ein bisschen und half uns bei der Gestaltung. Danach waren die Sailaufer Voltis dran, sie fingen mit der Pflicht an. Durch die unterschiedlichen Einheiten an Bock und Pferd dauerte das umfangreiche Programm bis in den Abend. Als letzte Trainingseinheit des Tages war für alle Yoga angesagt. Zuerst denkt man, es wäre entspannend, aber wenn man es richtig macht, schwitzt man extrem. Später am Abend gab es dann ein Lagerfeuer mit gemütlicher Stimmung mit Spaß. Dann ging es ins Strohtel, Pferde- Boxen, die für das Camp mit Heuballen ausgelegt wurden, so dass man es relativ weich im Rücken hatte. Morgens ging es dann nach dem Frühstück direkt aufs Pferd. Viele hatten Muskelkater, machten aber trotzdem richtig motiviert weiter. Es gab Mittagessen und es wurde viel gelacht. Wer nicht „Lotti ist cool“ nach jedem Satz sagte, musste 20 Liegestütze machen. Nach dem Mittagessen ging es dann für die nächste Gruppe weiter. Jede Gruppe hatten immer eine Einheit Holzpferd- und eine Einheit Pferdetraining. Am Abend musste Bamdad auch wieder weg, vorher gab er aber noch eine Runde Autogramme für die Teilnehmer aus, wo er und seine Gruppe mit deren Trainern zu sehen waren. Alle waren aufgeregt und freuten sich wie Könige und bewahrten diese Autogrammkarte gut auf. Um 11 Uhr abends gingen alle auf eine Nachtwanderung, es wurden Gruselgeschichten über den kopflosen Reiter erzählt und kurz vorm Ziel wurden alle sogar noch einmal erschreckt.

Am Morgen kam der nächste Referent, Ilias Ferekides. Er machte mit den Voltis Akrobatik auf dem Boden. Alle hatten Spaß und probierten viele neue Übungen aus. Daraus sind nicht nur tolle Fotos entstanden, sondern auch neue Ideen für das Voltigiertraining.

Am Nachmittag kamen die Eltern, um die Kinder und Jugendlichen abzuholen. Es flossen viele Abschiedstränen aber die Gruppen verabredeten sich schon für das nächste Camp im Jahr 2014.

Für die Betreuer und Organisatoren waren diese vier Tage aber noch nicht das Ende vom Camp. Bereits am nächsten Tag ging noch mit einem weiteren Camp für die Basisgruppen weiter.

Es wurde auf den Voltigierpferden Andalou und Rajul voltigiert. Die Kinder machten das Pferd vor und nach dem Training sauber, putzten und wuschen es. Sie kümmerten sich um die Pferde und auch sie schliefen in den Boxen des Strohtels.

Sie turnten auf dem Bock und ließen nie eine Pause mit Turnen, bis aufs Essen.

Am letzten Abend gab es eine Disco. Die Eintrittsbons wurden mit Liegestütze, Handstände, Umsteiger auf dem Bock, ein Witz Aufsagen oder ein Lied singen ergattert. Die Disco fand in der Voltigierhalle statt, mit Musik und viel Spaß. Die Kids tanzten und hüpften durch die Halle. Sie fielen später ins Bett und am Morgen machten sie nochmal Volti. Am Nachmittag wurden sie abgeholt und waren ganz schön müde.

 

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